Das Berufsschulzimmer Ernst Lößnitzer hat sich bleibende Verdienste um die Berufsausbildung der Köche sowie um die  Entwicklung der sächsischen Kochkunst und das Gastgewerbe im allgemeinen erworben.  Geboren wurde er am 11. März 1852 in Dresden. Nachdem er in der Meinholdschen Küche Koch  gelernt hatte, arbeitete Lößnitzer zunächst als Küchenmeister, um 1900 an die Hotelfachschule in  Buchholz-Friedewald bei Moritzburg zu wechseln.   1905 wurde er dort zum Initiator der beruflichen Fachausbildung für Köche. Dazu gründete er die  erste Berufsschule dieser Art in Deutschland. 18 Jahre lang war Lößnitzer der Leiter diese  Ausbildungsstätte. Durften zunächst nur Jungen die Schule besuchen, folgte später auch eine  gleichartige Ausbildung für Mädchen.  1901 gehörte Lößnitzer zu den Gründern der Dresdner Köcheinnung, deren erster Obermeister er  1911 wurde. Nachdem er in den Ruhestand versetzt worden war, kürten ihn die Dresdner Köche  zum Ehrenobermeister auf Lebenszeit.   Ernst Lößnitzer hat in seinem Leben zahlreiche Spuren hinterlassen. So bewirtschaftete er u. a.  neun Jahre lang die Freimaurerloge "Zu den drei Degen" in Halle, engagierte sich für die Dresdner  Kochkunstaustellung 1906 und verfasste zahlreiche Fachbücher zur Kochkunst, insbesondere zur sächsischen Küche. Bis  heute gelten sie als Standardwerke. Dazu gehören das 1906 erschienene "Große Deutsche Kochbuch der feinen und  bürgerlichen Küche" sowie das 1911 herausgekommene "Verdeutschungswörterbuch" - einem Plädoyer für eine klare  Sprachregelung für die Kochkunst.   1928 verstarb der Meisterkoch hochgeehrt in Dresden. Sein Andenken lebt nicht nur im Namen des Beruflichen  Schulzentrums für Gastgewerbe fort, sondern auch in dem von der Schule für besondere kreative Leistungen alljährlich  vergebenen Ernst-Lößnitzer-Pokal.  Ernst Lößnitzer - der Namenspatron