"Historische Lehrmittel" (Ab 11. Juli 2009)
Das Schulmu
seum hat seine Depots geöffnet und zeigt zahlreiche Dinge, die einst den Schulalltag prägten. Dazu gehören natürlich zahlreiche Bücher und Hefte aus teilweise weit zurückliegender Zeit, gehören Handarbeiten und Zeugnisse ebenso wie Wandbilder. Gerade sie führen dem Betrachter vor Augen, was einst Unterrichtsstoff war. „Mächtige Recken“ blicken vom Bild herab, Pflanzen und Tiere lernt man näher kennen. Der Betrachter kann auch vergleichen, wie die jeweilige Mode der Zeit den Malstil bestimmt hat.

Das Museum präsentiert seine größte Schulbank, auf der vier Kinder nebeneinander sitzen konnten und seine kleinste, einen Einsitzer, wie er in betuchten bürgerlichen Haushalten zu finden war.

In den Vitrinen stehen Lehrmittel, mit denen heute kein Schüler mehr etwas anzufangen weiß. Wer schon kennt noch eine Wimshurstmaschine - ein Gerät, mit dem man durch Influenz Strom erzeugen kann? Viel Aufmerksamkeit erregt auch eine kleine Dampfmaschine, wie sie Kinder vor 80 bis 100 Jahren erklärt bekamen, erregen die Magdeburger Halbkugeln, die zu Otto von Guerickes Zeiten durch 16 Pferde nicht getrennt werden konnten, nachdem die Luft herausgesaugt wurde. An Hand eines Schulmodells kann man sich das vorstellen. (Foto links)

Wer mit offenen Augen durch die Sonderausstellung geht, dem eröffnet sich auch das über die Epochen immer gleiche Anliegen der Schule: Die Schüler sollen mit den jeweiligen gesellschaftlichen Ansichten vertraut und darauf vorbereitet werden, später nach dieser Ideologie zu leben.

In diesem Raum wird das Anliegen des Hauses deutlich. nicht nur ein Museum zu sein, sondern die Besucher, vor allem Kinder, zum aktiven Erkunden anzuregen. Deswegen ist diese Sonderausstellung nicht nur zum Schauen gedacht. Hier kann man sich auch selbst betätigen, beispielweise auf einer Bank Platz nehmen und sich in einer der verschiedenen Schreibschriften üben, die einst in der Schule gelehrt wurden. Für die Kleineren gibt es eine große Fläche mit Sitzkissen, auf der sie unter Anleitung in Gruppen spielend Wissen und neue Erfahrungen erwerben können. Für Veranstaltungen dieser Art ist jedoch eine Voranmeldung erforderlich.

Zu den historischen Lehrmitteln gehören natürlich auch Bücher und Wandbilder. Die lassen nicht nur den jeweiligen künstlerischen Stil erkennen. Vor allem lässt sich auf ihnen der Inhalt der entsprechenden Unterrichtsstunde ersehen kann.

Museum Sonderausstellung