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Unterrichtsstunde: „Der Mauerbau im DDR-Geschichtsunterricht“

Der Unterricht beginnt mit einer Wortanalyse und einer Wortzuordnung. Auf kleinen Kärtchen sind politische Begriffe wie „antifaschistischer Schutzwall“, „Zonengrenze“, „Staatsgrenze“, „rotlackierte Faschisten“, „Hitlergeneräle“, „Imperialisten“, „Klassenfeinde“, „Abstimmung mit den Füßen“, „Eiserner Vorhang“, „Berlin – Hauptstadt der DDR“ oder „Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen“ zu lesen. Gemeinsam werden die Begriffe analysiert und eingeordnet. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, dass es sowohl in West- als auch in Ostdeutschland zahlreich propagandistisch belegte Begriffe gab, die den Mauerbau und die politischen Ereignisse polemisch zu charakterisieren versuchten.

Nach dieser Einführung zum Thema wird den Schülerinnen und Schülern ein Filmausschnitt eines DDR-Lehrfilms von 1977 gezeigt. Bei diesem Film handelt es um die Dokumentation einer Unterrichtsstunde, die an der Berliner Humboldt-Universität aufgenommen wurde. Er zeigt eine „ideale“ Geschichtsstunde, wie sie sich das Ministerium für Volksbildung wünschte. In diesem Film ist also die offizielle Geschichtsdarstellung der DDR mit einer klaren Feindbildvermittlung zu sehen. In einer Filmanalyse wird dieses Feindbild genauer untersucht.

Danach erfolgt eine Schulbuchanalyse, bei der die Schülerinnen und Schüler das Geschichtsbild am Beispiel des Mauerbaus in historischen Geschichtbüchern aus der BRD und der DDR untersuchen. Die Schülerinnen und Schüler sollen prüfen, welche Geschichtsbilder in den beiden Ländern vermittelt werden sollten. Zum Abschluss wird in einer Gesprächsrunde reflektiert, wie es heute im Unterricht aussieht. Es wird danach gefragt, was heute „offiziell“ vermittelt werden soll und wie es im Schulalltag konkret aussieht.

Dieses Angebot dauert 1 ½ Stunden und richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse. Maximal 30 Personen. Preis: 1 EUR pro Schüler + 10 EUR Führungsgebühr. 2 Begleitpersonen frei